InnoTrans 2026: Vier Messetage & viele Impulse

Vier Tage voller Dynamik und konkreter Lösungen für den ÖPNV

Vom 22. bis 25. September traf sich die internationale Mobilitätsbranche auf der 30. InnoTrans in Berlin.

Für Verkehrsunternehmen stand dabei eine zentrale Frage im Raum: Wie lassen sich Fahrzeuge, Energie, Personal und Infrastruktur so zusammendenken, dass der Betrieb auch bei steigender Komplexität verlässlich bleibt?

Der offene Austausch mit Anwenderinnen und Anwendern, Kunden, Partnern und Interessenten stand für uns im Mittelpunkt. Gemeinsam sprachen wir darüber, wie Verkehrsunternehmen ihre betrieblichen Abläufe besser verknüpfen und konkrete Herausforderungen im Alltag vorausschauender lösen können.

Die 30-jährige Jubiläumsausgabe unterstrich die Bedeutung der InnoTrans als Treffpunkt der Branche. Laut Abschlussbilanz der Messe Berlin kamen 175.591 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus 128 Ländern nach Berlin. 3.190 Aussteller aus 59 Ländern präsentierten ihre Lösungen; hinzu kamen 180 Weltpremieren. Die Veranstalter berichteten außerdem von hoher Zufriedenheit bei Ausstellern und Fachpublikum.

Diese internationale Reichweite war auch an unserem Stand in Halle 2.1 spürbar. Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben und Perspektiven verband der Wunsch, Mobilität auch bei elektrischen Flotten, vernetzten Prozessen und steigenden Anforderungen an Sicherheit und Effizienz verlässlich zu organisieren.

Die Messe bot uns die Chance, Anforderungen besser zu verstehen und praktikable nächste Schritte zu diskutieren. Besonders wertvoll war, dass sich übergeordnete Zukunftsthemen schnell auf den Betriebsalltag übertragen ließen.

Predictive Dispatching: vom einzelnen Umlauf zur ganzen Aktivitätskette

Ein Schwerpunkt unseres Messeauftritts war Predictive Dispatching, eine Erweiterung unseres Depot Management Systems PEAK.DMS. Statt nur den nächsten Fahrzeugeinsatz zu betrachten, verknüpft die Lösung mehrere Umläufe zu einer Aktivitätskette und prüft, ob ein Fahrzeug sie unter den geplanten Bedingungen über den gesamten Betriebstag bedienen kann.

Dabei berücksichtigt das System Ladezustand, Ladefenster, verfügbare Ladepunkte, Ladepausen und Abstellpositionen. Droht die definierte Reserve unterschritten zu werden, kann PEAK.DMS ein alternatives Fahrzeug vorschlagen.

Die Zuordnung bleibt für die Leitstelle jederzeit sichtbar und anpassbar. Warum dieser Blick über den nächsten Umlauf hinaus wichtig ist, zeigt ein einfaches Beispiel: Ein Elektrobus kann für eine einzelne Fahrt ausreichend geladen sein. Wird er anschließend jedoch für weitere Umläufe eingeplant, bleibt vielleicht kein passendes Ladefenster, oder er steht am Abend nicht dort, wo er für den ersten Einsatz am Folgetag gebraucht wird. Eine isolierte Einzelentscheidung kann damit spätere Abläufe erschweren. Predictive Dispatching macht solche Zusammenhänge früher sichtbar und hilft, Fahrzeugzuweisung, Laden und Abstellung gemeinsam zu planen.

Die Erweiterung bindet Elektro-, Hybrid- und Dieselfahrzeuge in eine gemeinsame Dispositionslogik ein und bewertet ihre Eignung für die jeweilige Aktivitätskette. Welche Lösung passt, hängt von Flottenstruktur, Umlaufplanung und betrieblichen Rahmenbedingungen ab.

Die Gespräche auf der InnoTrans bestätigten die Relevanz dieser Verknüpfung: Elektromobilität verändert neben dem Antrieb auch die Planung von Umläufen, Ladezeiten, Abstellflächen und Einsatzbereitschaft.

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Ein Portfolio für zusammenhängende Betriebsprozesse

Am Messestand ordneten wir Predictive Dispatching in unser breiteres Lösungsportfolio ein. PEAK.DMS unterstützt die digitale Steuerung von Depotprozessen, von Abstellung, Versorgung und Wartung bis zur Fahrzeugbereitstellung, und führt dafür betriebliche Informationen zusammen.

Mit PEAK.ITCS präsentierten wir Lösungen für Leit- und Betriebssteuerung. Für die Personalplanung und -disposition zeigten wir PEAK.PROFAHR sowie die nächste Generation PROFAHR.X mit einer weiterentwickelten Benutzeroberfläche und KI-basierter Interaktion.

Ergänzend ging es um Cyber Security für kritische Betriebsumgebungen: Leit-, Depot- und Planungssysteme müssen nicht nur leistungsfähig, sondern auch gegen wachsende digitale Risiken abgesichert sein. Mit Cybersense stellten wir dazu ein erweitertes Cyber-Security-Portfolio aus der Altamount-Familie vor.

Gute Gespräche, konkrete Ergebnisse

Der Erfolg eines Messeauftritts zeigt sich daran, ob aus Begegnungen fachlicher Austausch und Perspektiven für die Zusammenarbeit entstehen. Auf der Messe diskutierten wir mit Kunden, Partnern und Interessenten aktuelle Herausforderungen und erläuterten unsere Ansätze anhand konkreter Anwendungssituationen.

Im Mittelpunkt standen dabei Fragen, die viele Verkehrsunternehmen beschäftigen: Wie lassen sich Fahrzeuge über mehrere Umläufe hinweg zuverlässig einplanen? Wie können Ladeprozesse besser mit der Umlauf- und Abstellplanung verbunden werden? Und wie lassen sich betriebliche Informationen so zusammenführen, dass Leitstellen schneller und fundierter entscheiden können?

Der direkte Dialog liefert wichtige Impulse für die Weiterentwicklung digitaler Mobilitätslösungen. Er ersetzt keine detaillierte Analyse der Betriebsabläufe, hilft aber, Anforderungen früh zu klären und geeignete Einsatzfelder zu identifizieren. So wirken Produktpräsentationen über die Messetage hinaus.

Was wir von der Messe mitnehmen? 

Von der InnoTrans 2026 nehmen wir vor allem eine Erkenntnis mit: Verkehrsunternehmen brauchen Lösungen, die Fahrzeug, Energie, Personal und Betrieb nicht isoliert betrachten, sondern ihre Zusammenhänge verständlich und steuerbar machen.

Gerade bei elektrischen Flotten wird deutlich, dass Fahrzeugzuweisung, Ladeplanung und Abstellung eng miteinander verbunden sind. Eine gute Planung muss deshalb nicht nur den nächsten Umlauf berücksichtigen, sondern den gesamten Betriebstag im Blick behalten.
 

Deshalb entwickeln wir unsere Software praxisnah weiter und richten Innovationen konsequent an betrieblichen Anforderungen aus. Die Rückmeldungen und Fragen aus Berlin geben dafür wichtige Orientierung.

Fazit: Austausch, der weiterführt

Die InnoTrans 2026 war für Peak Mobility ein erfolgreicher Ausgangspunkt für neue Projekte. Der gut besuchte Stand und die fachliche Resonanz zeigten, wie wertvoll der persönliche Austausch für die Entwicklung konkreter Lösungen ist.

Danke an alle, die uns in Halle 2.1 besucht und ihre Perspektiven mit uns geteilt haben. Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Austauschs.

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