Verkehrsbetriebe Luzern AG / VBL
Referenzprojekt
Personaldispositionssystem
Wechselnde Arbeitszeitbedürfnisse im Fahrdienst
Allerorts suchen Verkehrsunternehmen nach neuen Mitarbeitern für den Fahrdienst. Oftmals sind es die unattraktiven Arbeitszeiten, die Angestellte in die Flucht treiben – allen voran die wechselnden Schichten. Bei den Verkehrsbetrieben Luzern – führende Mobilitätsanbieterin der Zentralschweiz – ist das anders. Ein ganzes Leben lang bleiben Angestellte im Fahrdienst mitunter im Betrieb. Unter anderem, weil ihre Dienst- und Urlaubswünsche mithilfe des Personaldispositionssystems Profahr bis zu 80 Prozent berücksichtigt werden.
Ein auf Bedarf und Ressourcen ausgerichtetes System
Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bei VBL oberste Priorität. Regelmäßig befragt das Unternehmen daher seine Belegschaft zu unterschiedlichsten Themen und zieht die Ergebnisse als Basis für weitere Planungen und Verbesserungen heran.
2009 etwa ergab eine Umfrage innerhalb des Fahrdiensts eine hohe Unzufriedenheit mit der Arbeitszeitregelung. Damals mussten alle Mitarbeiter alle Dienste und Schichten fahren – und zwar bei zunehmend variierenden Fahraufträgen. Individuelle Vorstellungen ließen sich im alten Dienstplan nicht berücksichtigen. Auch gesundheitliche Überlegungen spielten eine Rolle: So raten Ärzte von streng rückwärts rollierenden Turnusplänen ab. Weil die hiermit verbundenen, stets wechselnden Arbeitszeiten mit zunehmender Dauer zu Problemen wie etwa Schlafstörungen führen können.
Der folgerichtige, nächste Schritt: Die Einführung eines neuen Systems, das konsequent auf Bedarfe und Ressourcen ausgerichtet ist und Angestellten genau wie dem Unternehmen maximale Sicherheit und Flexibilität bietet.
Individuelle Dienst- und Urlaubswünsche
Seither setzt das Unternehmen auf das Zusammenspiel unseres Personaldispositionssystems PEAK.PROFAHR und dem Dienstplanungssystem DIVA der Firma Mentz. Rund 175 Dienste verplant das System an Werktagen, zwischen 110 und 145 an Samstagen und Sonntagen. Neben den gesetzlich geregelten Lenk- und Ruhezeiten berücksichtigt die neue Lösung auch die großen Schwankungen, für die vor allem Sport- und Kulturereignisse in der Region sorgen. Eine besondere Rolle spielen vor allem auch die Eingabemöglichkeiten von Dienst- und Urlaubswünschen in PROFAHR. Diese können die Fahrerinnen und Fahrer über ihre persönlichen Tablets jederzeit und allerorts eingeben – Papieraushänge gibt es nicht mehr. Automatisch gleicht PROFAHR die Wünsche mit den Fahrten ab und verplant diese mit dem höchstmöglichen Erfüllungsgrad.
„Wir haben mittlerweile nahezu das Optimum im Bereich der Möglichkeiten einer individuellen Diensteinteilung und Urlaubsvergabe erreicht.
Walter Jenny, Leiter Personal und Organisation bei VBL
Ein Leben lang VBLer
Das Ergebnis: 80% aller Dienst- und Urlaubswünsche werden erfüllt. Die Wahlfreiheit und der hohe Erfüllungsgrad sorgen für eine hohe Zufriedenheit, seltene kurzfristige Dienstabsagen und weniger gesundheitsbedingte Ausfälle im Fahrdienst. Dies spiegelt sich nicht zuletzt auch in der niedrigen Fluktuationsrate und der oftmals lebenslangen Betriebszugehörigkeit wider.
Die Vorteile
Flexible Vorplanung von Diensten
Beachtung von Lenk- und Ruhezeiten
Berücksichtigung von großen Schwankungen
Zeit- und ortsunabhängige Eingabe von Dienst- und Urlaubswünschen
Automatischer Abgleich von Wünschen und Fahrten mit einem Erfüllungsgrad von 80%
Signifikanter Rückgang kurzfristiger Dienstabsagen
Minimierung gesundheitsbedingter Ausfälle
Entlastung der Disponenten von Routineaufgaben
Hohe Mitarbeiterzufriedenheit
Niedrige Fluktuationsrate im Fahrdienst
VBL in Zahlen
*Stand 2021
500 Mitarbeiter:innen, davon 350 im Fahrdienst
154 Fahrzeuge, darunter Trolley- und Autobusse
379.313 Kilometer Liniennetz im Tarifverbund Luzern, Ob- und Nidwalden
Eingesetzte Software: PEAK.PROFAHR mit den Modulen
Individueller Dienstplan
Individueller Urlaubsplan
Workbook
Schnittstellen
Dienstplanungssystem DIVA
Gehaltssystem ABACUS